Gitarrenbau > Saiten

Saiten engl. Strings
Sind dünne Stränge aus Metall oder Nylon mit unterschiedlicher Dicke (Saitenstärke, engl. Gauge), die über die Gitarre gespannt werden. Und
zwar zwischen den Stimmmechaniken und dem Steg.
Material und Beschaffenheit variieren je nach Art der Gitarre.
Elektrische Gitarren und Folkgitarren haben Metallsaiten. Deren 3 dünne Saiten einfache Drähte mit unterschiedlicher Saitenstärke sind. Die 3 Baß-Saiten sind in der Regel zusätzlich mit ganz dünnem Draht umwickelt.
Konzertgitarren haben Nylonsaiten.
Der notwendigen Stimmung entsprechend gespannt, erzeugen die Saiten den Gitarrenklang. Je nach Saitendicke, Material und Umwicklung werden
unterschiedliche Klangcharakteristiken erzeugt.
Nickelumwicklungen geben der Saite einen wärmeren Klang. Stahlsaiten dagegen einen helleren Klang. 
Dicke Saiten klingen voller als dünner Saiten.
 

Saitenstärke
Nach längerem Üben wirst du feststellen, das sich durch Schweißrückstände auf den Saiten der Klang verschlechtert. Deswegen solltest du, je nach Übungspensum die Saiten regelmäßig wechseln. Saitensätze (bestehend
aus den 6 kompletten Saiten) gibt es in verschiedenen Dicken. In der Regel sind bei einem Satz „dünner Saiten“ alle Saiten dünner als bei einem Satz mit „dicken Saiten“.
In der Umgangssprache der Gitarristen wird der Satz Saiten nach der Stärke der dünnsten Saite benannt. Die dünnste Saite eines 010er Satzes hat eine
Stärke von 0,010 Inch und wird als „null zehner“ bezeichnet.
Weitere Zusatzbezeichnungen, die du bei den Saitenmarken der unterschiedlichen Hersteller findest, beziehen sich häufig auf die allgemeinen
Eigenschaften, wie Ultralight u.a. Ihr praktischen Vorteile solltest du ggfs. im Vergleich herausfinden.
Ebenso ist es empfehlenswert für den Anfänger, im Laufe der Zeit einige unterschiedliche Saitenstärken und Materialien auszuprobieren. Da sich nicht alle Saiten für alle Stile und Techniken eignen. Für weite Bendings (Saitenziehen) im Blues zum Beispiel eignen sich besonders dicke Saiten
sicherlich nicht unbedingt. Der Nachteil in diesem Fall wäre, daß sehr dünne Saiten natürlich nicht so „fett“ klingen.
Andererseits gibt es hier kleine Tricks, mit denen man das beste aus beiden Welten erzielen will.  SRV beispielsweise benutzte dicke Saiten, verringerte
die Saitenspannung allerdings dadurch, indem er alle Saiten einen Halbton herunter stimmte.  Im Heavy Bereich wird teilweise sogar um 2 Halbtöne
heruntergestimmt.
So kannst du einerseits mit einer weichen Saitenspannung gute Bendings erzielen, mußt aber nicht auf den vollen Ton verzichten.
Auch hier sollte jeder für sich die besten Möglichkeiten ausprobieren.